Mit einer große Gruppe machten wir uns für 10 Tage in die USA auf. Zur offiziellen Vereidigung, dem Installation Dinner, des neuen Feuerwehrchefs Matthew Colgan von Freeport, Long Island, New York. Zur Feuerwehr Freeport pflegen wir seit Jahrzehnten eine enge Freundschaft und besuchen uns seither regelmäßig.

Einige Walldorfer werden die „Amis“ bestimmt schon mal am Kerwemontag im Feuerwehrhaus entdeckt haben.

Doch nicht nur die Feuerwehr, sondern mittlerweile auch die Stadt Walldorf pflegt ihre noch junge Partnerschaft zur Stadt Freeport. So begleitete uns erstmalig auch unsere Bürgermeisterin Christiane Staab mit Familie zum imposanten Installation Dinner. Vor über 600 Gästen in einem großen Hotel fand zunächst der offizielle Teil statt. Nachdem bereits die beiden Organisatoren der Reise auf Walldorfer Maximilian Bowitz und Jurek Dudler sowie der stellvertretende Kommandant Thorsten Plachta im engen Kreis unsere Geschenke überreichen durften, war es an der Aufgabe der Bürgermeisterin einige Worte an den neuen Freeporter Feuerwehrchef und die Gäste zu richten. Im Anschluss ging es zum gemütlichen Teil über.

Doch nahmen wir nicht nur am Installation Dinner teil und besuchten unsere anderen amerikanischen Freunde in den Nachbarorten. Wir erfuhren im Allgemeinen eine sehr große Gastfreundschaft, doch gab es Kameraden die uns ein Teil ihres privaten Lebens werden ließen. Am Tag nach dem Installation Dinner wurden wir ins Strandhaus eines Kameraden eingeladen. Nach einer kurzen Bootsfahrt genossen wir das herrliche sonnige Wetter mit Leckereien vom Grill. Mit Hurrikan Sandy wurde das Strandhaus im Jahr 2012 komplett zerstört, doch baute er es schnell wieder auf.

Der bewegendste Teil unseres Besuches war mit Sicherheit der Besuch des 9/11 Denkmals und Museum. An diesem dunklen Tag haben viele Menschen ihr Leben lassen müssen. Darunter auch Feuerwehrkameraden, Kameraden zu denen man teils eine sehr enge Freundschaft hatte. Hier wurden so manche Augen feucht.

Nachdem jeder die Eindrücke hat auf sich wirken lassen, wurde Manhattan weiter erkundet. Ob es der Central Park, die Central Station, das Rockefeller Center oder der Times Square war.

Ein besonderer Punkt wartete aber noch auf die interessierten Feuerwehrkameraden, die neue Geschäftsstelle der SAP im Hudson Yards. Durch unsere Kollegen und historische Verbundenheit ergab sich die Möglichkeit die neuen Räumlichkeiten zu besuchen. In den oberste vier Stockwerken gelegen hatte man zudem einen fantastischen Ausblick über Manhattan.

Zum Abschluss unserer USA-Reise ging es weiter nach Baltimore, rund vier Stunden Busfahrt von Freeport entfernt. Kurz nach der Ankunft erkundeten einige schon das Hafengebiet. Am Abend ging es dann den Hafen entlang zu einem Restaurant mit Meeresspezialitäten und direkten Blick auf das Hafengebiet. Viele schwärmen noch immer von den leckeren „Crab Cakes“ (Krabbenpuffer). Allgemein haben wir in diesen Tagen viel gegessen, so gehörte auch mal ein Stück Käsekuchen mit über 1000 Kaloriendazu. Einige fasten schon gleich Diätpläne für die Rückkehr.

Doch konnte man neben dem Essen noch einiges erleben. Viele waren schon mal in den USA, doch ein Baseball-Spiel hatte noch fast keiner gesehen. Durch seine Nähe zu Washington D.C. besuchten wir natürlich auch die Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Amerika. Neben der sehr guten Stadtführung erhielten wir die Gelegenheit den Kongressabgeordneten für New York Peter T. King zu treffen. Der seit 1993 ununterbrochen wiedergewählte Politiker empfing uns in seinem Büro, von welchem man einen sehr guten Blick auf das Kapitol hatte. Die Vorfreude stieg, denn im Anschluss bekamen wir eine Führung durch das beeindruckende Gebäude.

Bevor sich unsere Reise dem Ende neigte, genossen wir den letzten Tag in Baltimore bei 25°C und Sonnenschein. Im Endeffekt ging die Reise wie im Flug vorbei und viele Freundschaften wurden vertieft oder neu geschlossen.

Jeder der das erste Mal mit der Feuerwehrgruppe reiste konnte sich diese intensive Freundschaft nicht vorstellen, wenn überhaupt erahnen. Freundschaft kann man einfach nicht sehen oder hören, aber erleben und genau das haben wir in diesen Tagen. Danke für diese wunderbare Zeit.

KD

Redaktioneller Hinweis: Das Bild vom Installation Dinner (mit Bürgermeisterin Christiane Staab in der Mitte) wurde vom Fotografen Bill Bennett freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

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