Viel zu sehen und zu erleben gab es am vergangenen Sonntag beim Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Walldorf. Die Feuerwehrleute um Kommandant Frank Eck hatten sich ein abwechslungsreiches Programm ausgedacht und standen ab 11Uhr für interessierte Besucher bereit, um ihre spannende Arbeit vorzustellen und das Thema Freiwillige Feuerwehr zu vermitteln. Von weitem sichtbar lenkten die Einsatzfahrzeuge und eine große Hüpfburg die Blicke auf sich und die Besucher zum Haus der Feuerwehr.

Die Jugendfeuerwehr bot an gegen eine kleine Spende einen individuellen Schlüsselanhänger aus einem Stück Feuerwehrschlauch zu basteln oder mit einer heißen Waffel den süßen Hunger zu stillen. Außerdem konnten sich interessierte Kinder und Eltern über Aktivitäten und die Mitgliedschaft bei der Jugendfeuerwehr informieren. Beim Losverkauf gab es einen ca. 1 Meter großen Feuerwehr-Grisu zu gewinnen. Gratulation an dieser Stelle an Jürgen Bodri, Kommandant der Feuerwehr Wiesloch, der mit der passenden Losnummer seiner Tochter den perfekten Abschluss für diesen Tag bescheren konnte.

Der Spielmannszug untermalte gemeinsam mit den Kameraden aus Reilingen mit mehreren musikalischen Einlagen den Tagesverlauf. Die Einsatzabteilung zeigte neben der Fahrzeugschau, die in diesem Jahr den Fokus auf die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren aus Wiesloch und der Heidelberger Druckmaschinen AG legte, auch das ausgebaute Rollcontainerkonzept, das in einer benachbarten ehemaligen Werkstatthalle untergebracht ist. Lautes Knallen und große Stichflammen zogen neugierige Besucher an die Vorführungsfläche des Brandschutzerziehungsteams. Gezeigt wurde hier wie eine beispielsweise am Badfenster heiß gewordene Spraydose explodieren kann oder wie ein mit Wasser gelöschter Fettbrand eine Küche in Sekunden in Brand setzt. Während sich die Eltern über weitere Maßnahmen zum Brandschutz informierten, nutzten ihre kleinen ‚Feuerwehrleute‘ die Gunst der Stunde und fuhren mit den roten Feuerwehrtretautos um die Wette. Wenn die Stimme von Moderator Maximilien Bowitz über dem Vorplatz ertönte, hieß es für die Zuschauer sich schnell an der Übungsfläche einzufinden, denn Schauübungen zu den Themen Verkehrsunfall und Gebäudebrand standen auf dem Plan. Bei einem verunfallten PKW wurden Türen und Dach entfernt, um eine verletzte Person patientengerecht zu befreien. Wie sich ein Gebäudebrand unter Sauerstoffmangel verhält, wenn die Einsatzkräfte das Gebäude betreten, wurde mit Hilfe von einem brennenden Hausmodel eindrucksvoll vorgeführt.

Dass die Feuerwehr vor zwei Jahren ihr 150 jähriges Jubiläum feiern konnte, wurde an einem eigenen Stand aufgegriffen. Neben dem glänzenden Oldtimer gab es viele Infos zur Historie zu erlesen und zu erfragen und einige Besucher nutzten die Gelegenheit, um mit einem Glas Sekt auf die Feuerwehr anzustoßen. Sehr großes Interesse zeigte sich auch bei den Führungen durch das Haus der Feuerwehr und der benachbarten Halle bei der alle Räumlichkeiten und der entsprechende Zweck erläutert wurden. Ebenfalls einen enormen Andrang fanden die Theken für Speisen und Getränke. Leider kam es zwischendurch zu Engpässen und Wartezeiten, da ein solcher Ansturm trotz der Erfahrungen aus den letzten Jahren nicht erwartet wurde.  Die Feuerwehr Walldorf bittet an dieser Stelle um Verständnis und wird dies für den nächsten Tag der offenen Tür verbessern, um die gute Stimmung an so einem Tag nicht zu trüben. Auch der frühe Ausfall der großen Hüpfburg wegen eines Defekts war sehr schade für die Kinder und tat Kommandant Eck besonders leid.

Schlussendlich war es trotzdem ein gelungener Tag und die Freiwillige Feuerwehr bedankt sich bei allen Besuchern für das rege Interesse und die durchweg positive Resonanz. Es freut alle ehrenamtlich tätigen Rettungskräfte, wenn die nicht immer einfache Arbeit von der Bevölkerung geschätzt wird und interessierte Menschen einen Tag der offenen Tür zum Anlass nehmen, um sich zu informieren oder einfach nur einen schönen Tag in der Gemeinschaft zu erleben.
CH

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Seit dem 01.01.2015 gilt auch in Baden-Württemberg eine Rauchmelderpflicht.

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