26 Sep

Feuerwehrdoku oder Rennstrecke, das ist hier die Frage…??

Als Kommandant Frank Eck Anfang August mit einer sehr kurzfristigen Anfrage auf einige Mitglieder der Feuerwehr Walldorf zu kam, gingen alle Beteiligten davon aus, dass der Nutzfahrzeughersteller Mercedes Benz Trucks eine Dokumentation über den Alltag einer Freiwilligen Feuerwehr drehen wolle. Die Spontanität war zwar etwas verwunderlich, die erst wenige Jahre zurückliegende Beschaffung zweier Fahrzeuge dieses Herstellers in den Jahren 2017 (HLF) und 2019 (RW) sowie weitere Großfahrzeuge dieses Herstellers im Walldorfer Einsatzdienst ließen jedoch keine ernsten Zweifel am Interesse des Herstellers aufkommen.

Entsprechend traf man sich wenige Tage später unter den gegebenen Umständen mit Maske und Abstand zu einem ersten Briefing mit den Firmenvertretern und der Film Crew im Haus der Feuerwehr. Nach einer ersten Unterweisung und Vorstellung der geplanten Vorgehensweise ging es auch direkt ans ‚Set‘, den Räumlichkeiten rund um die Fahrzeughalle. Der Regisseur erklärte und filmte, erklärte erneut und filmte, änderte den Ablauf, die Blickwinkel und filmte. Mal mussten die neuen Fahrzeuge hier hin, mal dort hin, mal doch wieder zurück. Als wären die Walldorfer Einsatzkräfte im Dauereinsatz wurde gerannt, umgezogen, gerannt, wieder umgezogen, umgeparkt, gerannt, wieder umgezogen, interviewt und befragt. Bis alle Sequenzen zur Zufriedenheit des Regisseurs ‚im Kasten waren‘, waren die Feuerwehrleute beschäftigt wie bei einem Großbrand. Dass das Filmbusiness kein Zuckerschlecken sein dürfte, konnte man im Ansatz erahnen. Allerdings lief alles Hand in Hand und die Film Crew war sehr zufrieden mit der kinoreifen Vorstellung der freiwilligen Feuerwehrleute. Als die Augustsonne zum Abend etwas weniger brannte, verlagerte der Regisseur seine Aufnahmen nach draußen und ließ zu einem pandemiegerechten Gruppenbild mit Abstand vor dem neuen Rüstwagen aufstellen, da ein ordentlicher Dokumentarfilm auch entsprechende Aufnahmen der Mitwirkenden benötigt.

Es ist hinlänglich bekannt, dass vor einem Feuerwehrhaus ein Halteverbot herrscht und dies auch einzuhalten ist. Entsprechend fehl am Platz erschien deswegen ein grollender schwarzer Mercedes AMG GT-R, der mitten in die Filmaufnahmen platzte und für steigenden Blutdruck bei den Feuerwehrleuten sorgte. „Hau ab, das ist ein Feuerwehrgelände und außerdem drehen wir hier gerade eine Doku….“ war der unmittelbare Gedanke, den die meisten auf den Lippen hatten. Da man aber vor laufender Kamera nicht schimpfen wollte, blieb dem Fahrer des Mercedes die nötige Zeit, um sein Auftreten zu erklären und die Feuerwehrleute in Erstaunen zu versetzen. Es war in der Tat eine gut gelungene Überraschung für die Teilnehmer, die Felix Schönhofer von Mercedes Benz AMG nun grinsend erklärte, denn er lüftete das Geheimnis um diesen spontanen Filmtermin. Es ging nicht um eine Dokumentation, sondern um ein Dankeschön in Form eines Fahrertrainings von Mercedes Benz AMG an Helden des Alltags, in diesem Fall stellvertretend für Feuerwehrleute. Erst jetzt verstanden die Walldorfer Teilnehmer warum am Folgetag auch noch etwas Zeit mitgebracht werden sollte.

Am Baden Airpark wurden die Teilnehmer am nächsten Tag wieder von der Film Crew sowie den Mitarbeitern der AMG Driving Academy, darunter dem erfolgreichen Rennfahrer Bernd Schneider, empfangen. Nach einem erneuten Briefing ging es an die Autos und die Feuerwehrleute hatten einen interessanten Tag, an dem sie die Grenzbereiche einer Vollbremsung, die Fahrstabilität auf glatten Untergründen oder auch das Driften erfahren konnten. Alle Maschinisten der Feuerwehr konnten solche Erfahrungen bereits in Fahrsicherheitstrainings mit den großen Einsatzfahrzeugen sammeln, in einem 585PS starken giftgrünen Rennwagen ist dies allerdings nochmal eine andere Sache.

Die Teilnehmer bedanken sich im Namen der gesamten Wehr und allen Feuerwehrleuten, die täglich für das Wohl der Bevölkerung da sind, bei Mercedes AMG für diese Anerkennung der Feuerwehrarbeit.

Hier geht es zum Film.

19 Sep

Hochzeit Isabel und Anton

Am 5. September heiratete unser Kamerad Anton Scheider seine Isabel in der Ev. Kirche Walldorf. Als gelte es einen Brand zu löschen, fielen leider genau dann einige Tropfen vom Himmel herab, als das junge Paar die Kirche verließ. Die Hochzeitsgesellschaft und die wartenden Feuerwehrleute ließen sich selbstverständlich dadurch nicht aus dem Konzept bringen. In gewohnter Manier überreichte Kommandant Frank Eck dem Paar ein Präsent der Wehr und gratulierte zur offiziellen Zweisamkeit. Wegen der entsprechenden Abstandsregeln konnten sich Isabel und Anton nach dem üblichen Koordinationstestspiel leider nicht von einem Korbmaschinisten im Teleskopmast durch die Lüfte chauffieren lassen. Anton nahm dies natürlich selbst in die Hand und hob seine Frau – nicht über die Schwelle – sondern über die Dächer Walldorfs. Im Anschluss folgte der obligatorische Konvoi durch die Stadt, den das Brautpaar im Feuerwehroldtimer der Wehr anführte. Die Feuerwehr Walldorf wünscht alles Gute für die gemeinsame Zukunft.     

   

10 Apr

Frohe Ostern

Ostern steht eigentlich für eine Zeit, die man gemeinsam mit Familie und Freunden verbringt. Eine Zeit, die das Miteinander stärkt.

In diesem Jahr ist vieles anders. Seit Wochen werden persönliche Kontakte auf ein Minimum beschränkt, Feste und Familienfeiern finden nicht statt und auch an Ostern müssen wir uns daran halten. Was jedoch in diesem Jahr umso stärker ist, ist der Gedanke an das Miteinander. Denn durch die Beschränkungen unterstützt die Gemeinschaft diejenigen, die ein höheres Risiko tragen. Machten Sie alle mit und halten Sie den gemeinschaftlichen Gedanken gerade jetzt über die sonnigen Feiertage hoch und vermeiden Sie unnötige Kontakte.

Die Freiwillige Feuerwehr Walldorf hat basierend auf diesem Gedanken diverse Maßnahmen zur Kontaktvermeidung umgesetzt, ist aber trotzdem für Walldorf weiterhin voll einsatzbereit.

20 Feb

Happy Birthday zum 70. Geburtstag!

Es war der 20. Februar – Rosenmontag – im Jahr 1950, als im Landratsamt Heidelberg das erste Löschfahrzeug der Feuerwehr Walldorf mit dem Kennzeichen AW 68 – 5733 zugelassen wurde.  Das in der zweiten Jahreshälfte der Vorjahres durch die Fa. Matz in Karlsruhe auf einem Opel Blitz Fahrgestell aus Rüsselsheim aufgebaute LF8 ermöglichte es der Wehr von nun an ohne die Hilfe fremder Zugfahrzeuge auszurücken. Zehn Jahre lang blieb dieses Fahrzeug das einzige der Feuerwehr Walldorf und übernahm sämtliche Einsätze der Stadt. Erst 1960 kam ein weiteres Fahrzeug des Zivilschutzes hinzu. Das Opel Blitz LF8, das im Laufe der Zeit den Spitznamen ‚Mathilde‘ bekam, blieb bis 1970 als Löschfahrzeug im Einsatzdienst. Bis Mitte der 70er Jahre wurde es noch gelegentlich als Mannschaftstransporter benutzt und wurde dann in private Hand in Walldorf abgegeben. 1996 fand es seinen Weg zurück zur Feuerwehr, wurde immer wieder am Leben gehalten und steht nun in der Ausrückeordnung bei Hochzeiten und besonderen Anlässen der Feuerwehr an erster Stelle. Wir stoßen an auf viele weitere Jahre im ‚Einsatzdienst‘ der Stadt Walldorf.

16 Nov

PKW-Brand

Ein PKW brannte im Erdgeschoss eines Parkhauses mit enormer Rauchentwicklung. Mit drei Trupps und drei C-Rohren wurde der Brand gelöscht. Eine verletzte Person wurde dem Rettungsdienst übergeben. Nachdem die Verrauchung abgezogen war, wurde bei der Räumung des Parkhauses unterstützt.

30 Sep

Ausbildung für Teleskopmastmaschinisten

Am letzten Samstag im September stand eine besondere Fortbildung für unsere Teleskopmastmaschinisten mit externen Trainern auf dem Plan. Die beiden Ausbilder Jörg und Jürgen von Drehleiterausbildung.de hatten für den Vormittag einen kurzweiligen Theorieunterricht mitgebracht. Gespickt mit vielen Beispielen wurde das Basiswissen im Hubrettungseinsatz aufgefrischt und es zeigte sich, dass die Walldorfer Maschinisten bereits einen ziemlich guten Wissensstand haben, es gab keine negativen Überraschungen hinsichtlich bisheriger Vorgehensweisen. Allerdings konnten die Ausbilder weitere Optimierungen aufzeigen an die man sich bisher ‚nicht ran getraut hatte‘ bzw. deren hilfreichen Wert man nicht erahnt hatte, um beispielweise bei einer Notfallmenschenrettung die letzten Zentimeter an Reichweite ausreizen zu können.

Nach einer gemeinsamen Stärkung hieß es am Nachmittag das Erlernte in die Tat umzusetzen. Um die unterschiedlichen Vor- und Nachteile eines Teleskopmastes und einer Drehleiter real zu sehen, stießen zum praktischen Teil zwei spontane Kameraden aus Wiesloch mit ihrer Drehleiter hinzu.

Zunächst wurde der Teleskopmast vor dem Haus der Feuerwehr genau vermessen, um das Potential von Seiten der Ausbilder und der Teilnehmer genau zu kennen. Anschließend wurde ein Objekt in der Industrie Straße angefahren, an dem beide Hubrettungsgeräte parallel eingesetzt wurden, um den Dachfirst zu erreichen. Die größere Reichweite der Drehleiter kompensierte der Teleskopmast mit einer dichteren Aufstellungsmöglichkeit dank des Knickarms. Im Anschluss ging es auf das Gelände der Heidelberger Druckmaschinen AG, um auch dort mehrere Objekt anzufahren und im rotierenden System jedem die Möglichkeit zu bieten die erlernten Tipps umzusetzen. Jede Situation wurde anschließend gemeinsam besprochen und es zeigte sich an welcher Stelle man Reichweite verliert, wenn der Aufstellungsort nicht gut durchdacht wird. Leider konnte der Ausbildungstag nicht gemeinsam beendet werden, da einige Walldorfer Feuerwehrleute kurz vor Ausbildungsende mit dem Teleskopmast zu einem Einsatz nach St. Leon gerufen wurden. Nichtsdestotrotz war es ein lehrreicher Tag für die Teilnehmer und für die Zukunft sind die Hubrettungsgeräte aus Walldorf und Wiesloch sicherlich nochmal ‚ein kleines Stück länger‘ geworden.

13 Jan

Übungsblock Brandbekämpfung

Im Dezember fand der letzte Übungsblock für die Feuerwehr Walldorf statt, in diesem Fall waren es zwei Übungen zum Thema Brandbekämpfung mit Personenrettung.

Der erste Termin Anfang des Monats ‚alarmierte‘ die Übungsteilnehmer zur Waldschule zu einem angenommenen Brand im Kellergeschoss. Dies erforderte einerseits ein Vorgehen der ersten Gruppe zur Brandbekämpfung in den Keller, weitere Einsatzkräfte übernahmen wegen der Rauchausbreitung über tragbare Leitern und den Teleskopmast die Menschenrettung in den oberen Geschossen.

Kurz vor Weihnachten wartete ein ähnliches Szenario in einem Abbruchhaus am Kleinfeldweg auf die Feuerwehrleute. Auch hier war ein Brand im unteren Bereich des Gebäudes ausgebrochen und der Fluchtweg für eine Familie im oberen Stockwerk war abgeschnitten. Erneut ging die Feuerwehr parallel zur Brandbekämpfung und zur Menschenrettung über Leitern vor, um die Einsatzübung zu bewältigen.

Nach Abschluss dieser letzten Übung für 2018 musste die Feuerwehr Walldorf noch sieben reale Einsätze abarbeiten bevor das Jahr endgültig zu Ende war.

14 Okt

Atemschutzübung in realer Umgebung

Am 11.Oktober versammelten sich die Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Walldorf, um ein Einsatzszenario in möglichst realer Umgebung zu proben. In einem städtischen Gebäude hatte zuvor das Ausbilderteam einen Feuersimulator inklusive Nebelkanone installiert und ‚heizte‘ dem Haus erstmal richtig ein. Weiterlesen