09 Okt

7. Landesfeuerwehr-Oldtimertreffen in Aalen

Am 3. Oktober fand in Aalen das 7. Landesfeuerwehr-Oldtimertreffen statt. Es war ursprünglich bereits für 2020 geplant gewesen, musste allerdings leider pandemiebedingt ausfallen. Anlass für die Ausrichtung des Landestreffens wäre im vergangenen Jahr der 100. Geburtstag der Aalener Kraftspritze KS20 von Magirus gewesen. Um dem 100 jährigen Fahrzeug gebührend zum mittlerweile 101. Geburtstag zu gratulieren, machten sich nun über 65 Feuerwehroldtimer aus ganz Baden-Württemberg auf den Weg nach Aalen. Darunter auch das alte TLF16 (Tanklöschfahrzeug mit 1600L/min Pumpenleistung) aus Walldorf, das 1964 beschafft wurde, als die Feuerwehr Walldorf noch im Spritzenhaus in der Hirschstraße stationiert war. Zwei Kameraden schwangen sich am frühen Morgen auf die Sitze und fuhren zunächst nach Rauenberg, um sich dort mit der Besatzung des fast gleichaltrigen aber doch nochmal etwas älteren LF16 (Löschgruppenfahrzeug mit 1600L/min Pumpenleistung) aus Wiesloch zu treffen. Nach kurzer Abstimmung machte sich der Minikonvoi auf den Weg über die A6 in Richtung Osten, um dann allerdings später auf die Landstraße entlang des Kochertals zu wechseln, wo sich die Oldtimer doch etwas wohler fühlten.

In Aalen angekommen versammelten sich zunächst alle Teilnehmer, um dann geordnet in die Altstadt zu fahren und an genau geplanten Punkten Aufstellung zu beziehen. Die beiden roten Mercedes Benz 1113 Kurzhauber aus Wiesloch und Walldorf flankierten einen Brunnen und wurden so von vielen Besuchern gesehen, die die Fußgängerzone entlang spazierten. Im gesamten Altstadtkern waren die Feuerwehr Oldtimer verteilt und zogen neugierige Blicke auf sich. Ob in Uniform oder in Zivil, ob jung oder alt, schnell ergaben sich Gespräche oder es wurden Fragen zu den alten Einsatzfahrzeugen gestellt und ausgetauscht. Ältere Semester berichteten von vergangenen Tagen, als die Gummistiefel noch aus Leder waren, jüngere Interessierte wollten einfach mal in einem großen Feuerwehrauto sitzen und sich fühlen wie Fireman Sam. Jedes einzelne der betagten Fahrzeuge steht für viele vergangene Einsätze, die vielen Menschen geholfen haben, aber sicherlich auch nicht immer gut ausgegangen sind. Jedes der Fahrzeuge symbolisiert die Hilfsbereitschaft, die von Feuerwehrleuten in ganz Baden-Württemberg (und der ganzen Welt) schon seit vielen Jahrzehnten und mit glücklicherweise stetig verbesserter Ausrüstung ausgeht.

Mit diesem guten Gefühl und dem Wissen, dass diese roten Zeitzeugen in vielen Wehren und privater Hand weiterhin gepflegt und bewegt werden, ging es nach einem schönen Tag in Aalen wieder auf den Heimweg, den die beiden Fahrzeuge aus Wiesloch und Walldorf ebenso gemeinsam antraten und auch pannenfrei gemeinsam beenden konnten.

Im kommenden Jahr steht das 8. Landesfeuerwehrtreffen am 28.August in Eppingen auf dem Plan. Vielleicht können dann auch beide Walldorfer Feuerwehr Oldtimer gemeinsam ‚ausrücken‘.

11 Sep

Viel los in Walldorf!

Einsatzreicher Freitagmorgen für die Walldorfer Feuerwehr. Zu insgesamt drei Einsätzen ist die Feuerwehr Walldorf am Morgen des 10. September 2021 ausgerückt.

Um 9.12 Uhr wurden wir zu einer Rauchentwicklung alarmiert. Darauf hin rückte das LF 20/20 und der Einsatzleitwagen in die Heidelberger Straße Kreuzung Kieselweg aus, um sich ein Bild der Lage zu machen. Vor Ort musste durch die Feuerwehr eine Brandnachschau durchgeführt werden, da hier eine Pfanne mit Fett gebrannt hat.

Während der Rückfahrt um 9:30 lief die automatisierte Brandmeldeanlage eines Betriebes in der Integrierten Leitstelle Rhein Neckar auf und führte somit zum zweiten Einsatz an diesem Tag. Der Einsatzleitwagen und das LF 20/20 machten sich sofort auf den Weg zu dem Betrieb im Industriegebiet. Weitere alarmierte Kräfte besetzten den Teleskopmast und das LF 20/24 und fuhren ebenfalls den Einsatzort an. Noch während der Erkundungsphase (Fehlalarm) bei diesem Einsatz, erteilte uns die Leitstelle die Information über einen schweren Verkehrsunfall mit mehreren beteiligten Fahrzeugen auf der Autobahn A5 in Fahrtrichtung Karlsruhe zwischen dem Autobahnkreuz Walldorf und der Anschlussstelle Kronau.

Umgehend rückte das LF 20/24 und der Einsatzleitwagen von der Einsatzstelle im Industriegebiet ab und fuhr zum Verkehrsunfall auf die A5. Das LF 20/20 und der Teleskopmast arbeiteten noch die Einsatzstelle im Industriegebiet ab, ehe sie mit Blaulicht wieder das Walldorfer Feuerwehrhaus anfuhren. Die Kräfte besetzten noch das HLF und den Rüstwagen um somit den Rüstzug (HLF, RW, LF 20/24, GW-Mess/ELW) für den Verkehrsunfall auf der Autobahn zu vervollständigen. An der Einsatzstelle auf der Autobahn kam es zu einem Auffahrunfall zwischen mehreren PKW und Wohnmobilen. Insgesamt waren bei diesem Unfall sieben Fahrzeuge beteiligt und über ein Dutzend Betroffene, wovon auch einige mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus transportiert worden sind. Die Feuerwehr klemmte die Batterien der beteiligten Unfallfahrzeuge ab, streute auslaufende Betriebsmittel ab und unterstütze den Rettungsdienst und die Polizei bei ihren Arbeiten an der Einsatzstelle.



27 Aug

Nachrüstung für die Sicherheit!

Die Feuerwehr Walldorf hat ihre Großfahrzeuge (LKW) mit einem Abbiegeassistenten nachgerüstet. Aufgrund der immer steigenden Zahl von Radfahrern und unübersichtlichen Straßenkreuzungen sowie stark frequentierten Straßenzügen (Bahnhofstraße, Drehscheibe) machte sich diese Nachrüstung notwendig.

Diese Assistenten sollen unsere Maschinisten (Fahrer) nicht nur auf Einsatzfahrten, sondern auch bei Fahrten ohne Blaulicht entlasten und ein hohes Maß an zusätzlicher Sicherheit liefern. Der Assistentensensor ist an der A-Säule unter dem Außenspiegel angebracht und kann somit im rückwertigen Bereich (toter Winkel) im Gefahrenbereich befindliche Verkehrsteilnehmer erkennen und den Fahrer durch ein akustisches und optisches Signal über die Gefahrensituation warnen.

Die Nachrüstung dieser Assistenten wird durch das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) gefördert und hat somit eine schnelle Montage und Inbetriebnahme dieser Geräte an den Fahrzeugen ermöglicht.

Bereits vor einiger Zeit rüstete auch die Heidelberger Feuerwehr ihre Einsatzfahrzeuge mit solchen Assistenten nach.

20 Aug

Hochzeit Daniela & Christian

Nach vielen Jahren wilder Ehe gaben sich heute Daniela und unser Kamerad Christian Halm ihr JA-Wort. Bei sonnigen Wetter standen die Kameradinnen und Kameraden vor dem Standesamt Spalier.

Die Schläuche wellig gehalten warteten sie bis sich die Türe öffnete. Das Brautpaar war zunächst sichtlich überrascht, aufgrund der großen Anzahl an Anwesenden an einem Freitagmittag. Man merkte ihnen aber schnell an, dass sie sehr begeistert waren. Nicht nur viele Feuerwehrangehörige fanden den Weg zum Astorhaus, auch viele weitere Freunde und Bekannte kamen. Zudem waren noch zwei Pferde vor Ort, da Daniela leidenschaftlich gern reitet. Nachdem die beiden die Pferde begrüßten, ging es vorbei an den Feuerwehrleuten hin zum Kommandanten Frank Eck. Die beiden Eheleute öffneten den verschlossen Schlauch und traten symbolisch in ihr Eheleben ein. Bevor Christian noch eine Aufgabe zu absolverien hatte, bekamen die beiden zunächst ihr Geschenk, überreicht durch den Kommandanten.

Anschließend wurden dem Bräutigam die Augen verbunden sowie seinen Helm aufgesetzt. Auf diesem war ein Nagel befestigt. Er musste damit einen Ballon zum Platzen bringen. Die Richtungsanweisungen hierzu kamen von seiner Daniela. Vermutlich dadurch, dass die beiden sich schon lange kennen und Christian nahezu bei jeder „Feuerwehrhochzeit“ mit dabei ist, dauerte es auch nicht lange und die Aufgabe war erfüllt.

Danach stieg das Brautpaar in den Teleskopmast ein und genossen eine Fahrt über die Dächer Walldorfs. Außerdem blickten sie freudestrahlend auf ihre zahlreichen Gratulanten. Im Anschluss ging es zu einem kleinen Empfang hinter dem Astorhaus. Hier wartete die nächste Überraschung. Drei Feuerwehr-Oldtimer standen bereit, darunter der Oldtimer „Mathilde“ als Hochzeitauto. Christian liegt sehr viel an alten Fahrzeugen. Er hat auch selbst sehr viel Zeit in die Restauration der „Mathlide“ investiert. Normalerweise fährt auch er damit immer die Brautpaare zu ihrer Feier, doch heute nahm er mit Daniela hinten Platz.

Das Hochzeitpaar wurde noch zu ihrer Feierörtlichkeit durch Walldorf begleitet. Die Feuerwehr Walldorf wünscht auf diesem Wege nochmals alles Gute für die gemeinsame Zukunft.

24 Jul

Hochwassereinsatz

Nach dem dramatischen Hochwasser in der Eifel wurde für Samstag (24.7.) bis Dienstag (27.7.) ein Verband aus dem Regierungspräsidium Karlsruhe angefordert. Für den durch Kreisbrandmeister Dentz zusammengestellten Hochwasserzug Rhein-Neckar-Kreis stellten die Feuerwehren Walldorf und Dossenheim 21 Kräfte und sechs Fahrzeuge. Bereits zuvor waren die Feuerwehren Altlußheim und Hockenheim eingesetzt.

Gemeinsam mit in Summe 40 Fahrzeuge machte sich der Verband von der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal auf dem Weg zum Nürburgring. Dort wurde der gut organisierte Bereitstellungsraum bezogen. Hier wurden durch das THW mehrere Zelte sowie Feldbetten für die Einsatzkräfte zur Verfügung gestellt. Ebenfalls waren diverse weitere Einsatzkräfte inklusive der Bundeswehr hier untergebracht. Außerdem wurde die Verpflegung sowie die Sanitäreinrichtungen sichergestellt.

Am Folgetag ging es um 8 Uhr mit allen Kräften des Verbandes nach Bad Neuenahr-Ahrweiler, in den Ortsteil Bachem. Vor Ort bot sich ein Bild der Verwüstung. In vielen Bereichen waren die Einsatzkräfte aufgrund der großflächigen Lage die ersten Feuerwehrkräfte seit dem Hochwasser. Die Kräfte aus Dossenheim und Walldorf haben gemeinsam mit der Bundeswehr eine Schule geöffnet. Doch bevor die Türen mit schwerem technischen Gerät geöffnet werden konnten, mussten zunächst 30cm Schlamm entfernt werden. Dort wurden zudem Personen/Leichen gemeinsam mit der Polizei gesucht, da bislang noch niemand in der Schule war. Weiterhin wurden fünf Straßenzüge durch die Kräfte aus dem Rhein-Neckar-Kreis abgearbeitet. Nach der Lageerkundung wurden Wasser-/Schlammmassen aus mehreren Kellern gepumpt. Außerdem wurden mit der Bundeswehr Betroffene bei der Notstromversorgung unterstützt. Gegen 21:30 Uhr war der Einsatztag beendet und die Kräfte zurück am Nürburgring.

Am Montag sind die Kräfte erneut nach Bad Neuenahr-Ahrweiler gefahren. Die Kräfte aus Dossenheim und Walldorf haben zunächst bei einem Feuerwehrkameraden die Garage und Keller leergeräumt. Er selbst kam nach über 48 Stunden im Einsatz das erste Mal nach Hause, war aber auch danach permanent im Einsatz. Auch im Nachbarhaus wurde ein Wasser-Schlamm-Gemisch abgepumpt. Anschließend gab es eine kurze Stärkung am Grossschadensanhänger. Ein Großteil der Kräfte ist im Anschluss weiter nach Sinzig gefahren. Auf dem Weg dorthin wurde schon deutlich, dass die Lage vor Ort noch gravierender ist. Eine Autobahnspur der A61 inklusive Standstreifen war komplett abgebrochen. Wir mussten vor Ort erneut Gerümpel und Schlamm entfernen. Außerdem versorgten wir vor Ort Anwohner mit Diesel für ihre Aggregate.

Vier Kräfte der Feuerwehr Walldorf verlegten jedoch nicht mit nach Sinzig, sondern holten ihre persönliche Kleidung vom Bereitschaftsraum und fuhren erneut nach Bad Neuenahr-Ahrweiler zur Sicherstellung des Grundschutzes. Dort wurden nach einer kurzen Einweisung von 20-8 Uhr zwei fremde Tanklöschfahrzeuge (mit je 5000 Liter Wasser) mit einem Maschinisten und einem Fahrzeugführer besetzt. Anschließend wurden die Fahrzeuge zu einem Notstandort in einer Schule im Ortsteil Ahrweiler verlegt, da das Feuerwehrhaus Ahrweiler notabgerissen werden musste. Da es vor Ort keine Wasserversorgung per Hydrant gibt, dienten diese Fahrzeuge als reine Wassertransporter für die vorgehenden Kräfte. Während in der vorherigen Nacht bei anderen Kräften einige Einsätze anfielen, verlief diese Nacht ruhig. Ebenfalls waren andere Kräfte aus dem Verband des Regierungspräsidiums Karlsruhe zum Grundschutz eingesetzt.

Vor der Rückfahrt nach Walldorf wurden noch einige Geräte an die örtliche Feuerwehr übergeben, da diese Material benötigen:

  • 30 B-Schläuche
  • 4 Tauchpumpen
  • 1 Stromaggregat
  • 1 Kettensäge
  • 1 Kabeltrommel

Um 13:45 Uhr sind die Kräfte aus dem Rhein-Neckar-Kreis in Dossenheim angekommen und um 14:50 Uhr in Walldorf. Anschließend wurden die Fahrzeuge entladen und um 16:30 Uhr konnte Einsatzende gemeldet werden. Vor Ort in Dossenheim empfing der Kreisbrandmeister Dentz die Einsatzkräfte und bedankte sich für ihren Einsatz. In Walldorf wurden die Kräfte zudem vom 1. Beigeordneten der Stadt Walldorf Otto Steinmann sowie dem angehenden Bürgermeister Renschler begrüßt.

24 Jul

Hilfe für die Hochwasserkatastrophengebiete

Am Freitag, den 23.07.2021 erreichte unseren Feuerwehrkommandanten Frank Eck ein Anruf vom zuständigen Kreisbrandmeister Udo Dentz. Er informierte über eine Anfrage zur Bereitstellung eines Hochwasserzuges des Rhein-Neckar-Kreis. Dentz fragte hierzu bei der Feuerwehren Dossenheim und Walldorf an. Schnell startete Kommandant Eck die Personalsuche für diesen Einsatz. Bereits am Freitag um 18.30 Uhr trafen sich die für diesen Einsatz gefundenen Feuerwehrkräfte im Walldorfer Feuerwehr und richteten Material, Kleidung und Geräte, um einsatzbereit am nächsten Morgen zu sein.

Gegen 8.00 Uhr trafen die Einsatzkräfte der Dossenheimer Feuerwehr am Walldorfer Gerätehaus ein. Nach einem kurzen Erläutern der Vorgehensweise richtete auch der 1. Beigeordnete der Stadt Walldorf Otto Steinmann einige Worte an die Feuerwehr. Er wünschte ihnen viel Kraft für die bevorstehende Aufgabe, bedankte sich für ihr ehrenamtliches Engagement in einem Katastrophengebiet und wünschte ihnen einen gut verlaufenden Einsatz. Danach besetzten die Einsatzkräfte ihre Fahrzeuge und fuhren die Landesfeuerwehrschule in Bruchsal an.

In Bruchsal trafen sich noch vier weitere Hochwasserzüge, sowie die Logistikkomponente und Führungseinheit Führungsstufe C (beide Landkreis Karlsruhe). Nach einem gemeinsamen Frühstück und der Aufnahme eines Lunchpaktes für unterwegs versammelten sich die Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden im Innenhof der Feuerwehrschule. Hier wurden die Einsatzkräfte in ihre Einsatzlage vor Ort unterrichtet und allgemeine Vorgehensweisen erläutert. Auch Regierungspräsidentin (RP Karlsruhe) Sylvia M. Felder teilte den Kameradinnen und Kameraden noch einige motivierende und dankende Worte zu, ehe alle ihre Fahrzeuge besetzen, um sich auf den Weg in Richtung Sammelpunkt Nürburgring zu machen.

Die Feuerwehr Walldorf besetzte ihren Kommandowagen, beide Mannschaftstransportwagen, den Rüstwagen mit dem Anhänger Großschadenlage, den Gerätewagen Transport und die Feuerwehr Dossenheim ihr Löschgruppenfahrzeug-Katastrophenschutz. Mit über 30 Fahrzeugen und eingeschalteten Blaulicht startete dieses Hilfskontingent an der Landesfeuerwehrschule in Richtung Rheinland-Pfalz.

Wir wünschen den eingesetzten Kameradinnen und Kameraden einen guten Einsatz und viel Kraft für die bevorstehenden Tagen und freuen uns schon auf ihre Wiederkehr in einigen Tagen.

21 Jun

Dank niedriger Inzidenzwerte – Übungsbetrieb wird wieder aufgenommen

Wie in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens erfordert die aktuelle Lage auch für die Feuerwehren im Land Sonderlösungen und Einschränkungen. Um die Einsatzbereitschaft jederzeit sicherstellen zu können, waren in den vergangenen Monaten Übungs- und Trainingsdienste der Feuerwehr Walldorf auf ein absolutes Minimum heruntergefahren und Kontakte begrenzt. Lediglich verpflichtende Ausbildungsinhalte, beispielsweise im Bereich der Atemschutzgeräteträger, wurden fortgeführt. Aufbauend auf die langjährige Ausbildung und einen hohen Erfahrungsschatz war die Walldorfer Wehr jedoch jederzeit bestens gerüstet, um auf Notlagen zu reagieren. 

Die mittlerweile deutlich entspannteren Inzidenzwerte sowie eine nahezu flächendeckende Impfung bei den Feuerwehrleuten ermöglicht nun ab der zweiten Junihälfte eine schrittweise Rückkehr zu einem geregelten Übungsbetrieb, der allerdings weiterhin gewissen Hygienebestimmungen unterliegt. So wird zunächst in kleinen Gruppen geübt und auch Schnelltests und Mund Nase Masken sind noch Bestandteil der Übungen.

Das Einsatzspektrum einer heutigen Feuerwehr ist sehr vielschichtig und erfordert auch die notwendigen Trainingsaktivitäten, deswegen sind die Mitglieder der Feuerwehr Walldorf nach der langen Zeit auch wieder hoch motiviert und hoffen, dass der Übungsbetrieb nicht nochmal eingestellt werden muss. 

26 Apr

Das Feuerwehrmagazin war da!

Im August 2020 hat uns der Chefredakteur des Feuerwehrmagazins besucht. Doch warum genau kommt das Feuerwehrmagazin zur Walldorfer Feuerwehr?

Die Feuerwehr Walldorf führt ein für deutsche Verhältnisse einmaliges Taktiksystem bei Innenangriffe im Brandfall aus. Die Feuerwehrkräfte agieren zu viert (Angriffstrupp + Wassertrupp), anstatt üblicherweise zu zweit (Angriffstrupp). Man mag sich die Frage stellen, warum?

Bei der Feuerwehr gibt es den Leitsatz „Menschenrettung vor Brandbekämpfung“. Ein gemeinsames Vorgehen des Angriffstrupp zusammen mit dem Wassertrupp beschleunigt diese Vorgehensweise und kann somit schneller Verletzte aus dem Brandobjekt retten. Dies war einer der Gründe die Vorgehensweise im Innenangriff zu ändern. Im Laufe der Zeit haben sich zudem die Geräte, die im Brandeinsatz genutzt werden, deutlich weiterentwickelt. Außerdem ist die Anzahl der mitzunehmenden Geräte gestiegen. Früher hatte der Angriffstrupp seine Schlauchleitung und etwas Brechwerkzeug dabei. Heutzutage kommen zu dieser Ausstattung noch Fluchthauben, Tragetuch und Wärmebildkamera dazu. Somit wird nicht nur die Vorgehensweise bei der Menschenrettung beschleunigt, sondern auch die körperliche Last besser auf die einzelnen Personen verteilt.

Allerdings erfordert diese Arbeitsweise eine hohe Personalstärke, die glücklicherweise in Walldorf vorhanden ist. Auch zur tagesüblichen Arbeitszeit sind genügend Kameradinnen und Kameraden für die Walldorfer Feuerwehr verfügbar. Sollte dies mal außnahmsweise nicht der Fall sein oder die Zusammenarbeit mit anderen Feuerwehren nötig sein, wird zusätzlich als „Rückfallebene“ das klassische Vorgehen zu zweit geübt.

Genaueres zu dieser Taktik und mehr kann in der kommenden Ausgabe (Mai 2021) des Feuerwehrmagazins nachgelesen werden.

Wir möchten uns bei Herr Hegemann für diesen großartigen Termin und für die super Zusammenarbeit bedanken.

24 Apr

Baufortschritt Interimshalle

Seit einigen Wochen befindet sich schräg gegenüber der Feuerwehr eine Baustelle. Einige mögen sich bereits gefragt haben was an diesem Ort entstehen soll. Dort soll eine Interimshalle für die Feuerwehr gebaut werden. Bis zum geplanten Neubau des Feuerwehrhauses im Bereich Bürgermeister-Willinger-Straße/Hochholzer Weg wird noch einige Zeit verstreichen. Doch bereits jetzt können nicht mehr alle Fahrzeuge und Geräte im Standort am Schloßweg untergestellt werden. Der Gemeinderat hat daher im vergangenen Jahr eine Interimshalle beschlossen. Dabei soll es sich um eine einfache Stahlkonstruktionshalle handeln, die später auch wieder abgebaut und einem anderen Standort aufgebaut werden kann. Derzeit wird der Boden für die weiteren Arbeiten vorbereitet. Von Zeit zu Zeit werden an dieser Stelle weitere Informationen über den Baufortschritt veröffentlicht.

Update 08.05.2021: In der Zwischenzeit steht das Fundament.

Update 08.06.2021: Das Grundgerüst der Halle steht.

Weitere Informationen auf der Seite der Stadt Walldorf

22 Apr

Corona-Impfung

Nach und nach sind mehr Menschen geimpft. Ein paar wenige Angehörige der Feuerwehr wurden bereits aus privaten Gründen (z.B. pflegebedürftige Angehörige, beruflich im Gesundheitsbereich) geimpft. Doch viele sind es noch nicht. Der Impfstoff ist nach wie vor knapp, doch steigen die Kapazitäten deutlich. Somit sind seit dieser Woche in Baden-Württemberg auch Feuerwehrangehörige mit ihrem regelmäßigen Kontakt zu Verletzten und zur Unterstützung des Rettungsdienstes impfberechtigt. Die Termine konnten kurzfristig angeboten werden und waren binnen weniger Minuten verteilt. Damit die Feuerwehren bei etwaigen Nebenwirkungen einsatzbereit bleiben, werden die Impfungen in verschiedene Gruppen und Tagen aufgeteilt. Somit sind bereits heute die ersten Kameraden der Walldorfer Feuerwehr im Zentralen Impfzentrum in Heidelberg geimpft worden.